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Arten von Atemschutzmasken erklärt: die KN95-Maske

KN95-Maske Atemschutzmaske

In den letzten einigen Tagen sind Atemschutzmasken ein heißes Thema. Der Begriff FFP zirkuliert ganz intensiv im Internetraum. Ein zweiter Begriff muss aber auch vorgestellt werden, nämlich KN95, näheres dazu folgt im Zuge dieses Artikels. Die ganze Geschichte ist darauf zurückzuführen, dass in manchen Staaten die Atemschutzmaske schon Pflicht ist. Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat ab Mittwoch, dem 1. April 2020, in unserem Nachbarland eine Maskenpflicht beim Einkaufen eingeführt.

Sein Ziel sei, dass Atemschutzmasken generell im Freien getragen werden, überall wo man Kontakt mit anderen Menschen hat. Immerhin basiert diese Entscheidung der österreichischen Bundesregierung auf mehreren Beratungen mit Experten und die Einführung der Maskenpflicht steht auf einer soliden Begründung. Man kann durchaus davon ausgehen, dass so eine Maßnahme bald auch in anderen EU-Ländern folgt. 

Maskenpflicht

Von dem her kann vermutet werden, dass in den kommenden Wochen der Bedarf an Atemschutzmasken massiv steigen wird. Mittlerweile kennen sich schon viele mit dem Thema aus, denn es wird viel über die FFP-Masken geredet. Wie schon mehrere Experten zum Ausdruck gemacht haben, bietet nicht jede Maske den gleichen Effekt an. Die FFP1-Maske, oder wie sie auch bekannt ist, die chirurgische Atemschutzmaske, besitzt eine ungenügende Effizienz, was den Schutz des Trägers vor Ansteckung angeht. Sie ist aber trotzdem sinnhaft, weil sie den Anteil infektiöser Speichel-Tröpfchen signifikant reduzieren könnte, der sich in Form eines Aerosols in der Luft befindet, die von einer infizierten Person ausgeatmet wird.

Genau das liegt auch im Kern der von der österreichischen Bundesregierung getroffenen Maßnahme. Das Ziel ist ein gewisser Parameter, nämlich den Replikationsfaktor R0 zu reduzieren. In anderen Worten: die durchschnittliche Anzahl der Menschen, die von einem Infizierten angesteckt werden, bevor er oder sie wieder gesund bzw. immun wird oder an der Krankheit stirbt. Die Maskenpflicht macht hier deswegen Sinn, weil so auch Infizierte in der symptomlosen Zeit eine Maske tragen müssen.

Schutzmasken und ihre Unterschiede. FFP1, KN95-Maske, FFP2- oder FFP3-Maske
Atemschutzmasken im Vergleich

KN95-Maske: die Alternative zu den FFP-Masken

Besseren Schutz würde eine FFP2-Maske anbieten. Ihre Filterporen sind in der Lage gleich 94 Prozent der Luftpartikel bis zur Größe von 0.6μm aufzuhalten, wobei diese Zahl bei der chirurgischen Maske nur 80 Prozent beträgt. Der Idealfall wäre eine FFP3-Maske, welche herausragende 99 Prozent der Luftpartikeln abfiltrieren kann. Die FFP3-Maske hat aufgrund des höhstmöglichen Schutzfaktors, den sie anbietet, einen besonderen Status.

Viele Hersteller reservieren ihren restlichen Bestand an FFP3-Masken für Ärzte und medizinisches Personal, die direkten täglichen Kontakt mit Corona-Infizierten haben. Zusammengefasst, es ist sehr zweifelhaft, ob der Bestand an FFP-Masken den Bedarf in Europa decken kann, besonders jetzt und in den kommenden Wochen, nachdem manche Länder eine Maskenpflicht einführen. Glücklicherweise gibt es eine Alternative dazu, nämlich die KN95-Atemschutzmaske.

Laut einer wissenschaftlichen Studie, die unterschiedliche Arten von Atemschutzmasken verglichen hat, ist die Leistung der KN95-Maske sogar höher als diese der FFP2-Maske (1). Die genauen Daten zeigen, dass die KN95-Maske 95 Prozent der Luftpartikeln abfiltriert.  Sollte es dazu kommen, dass auch in Deutschland eine Maskenpflicht eingeführt wird, kann die Anwesenheit einer solchen Alternative ziemlich viel dazu beitragen, dass der Bedarf der Bevölkerung gänzlich abgedeckt wird.

Referenzen:

  1. 3M Science Applied To Life: Comparison of FFP2, KN95, and N95 and other Filtering Facepiece Respirator Classes, Technical Bulletin January, 2020, Revision 2

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