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Aktuelle COVID-19 Maßnahmen und ihre Auswirkungen

Spielplatz wegen COVID-19 gesperrt

Der normale Alltag – fühlt sich an, als wäre es Ewigkeiten her 

In letzter Zeit spricht man überall über das gleiche Thema: das SARS-CoV-2 oder einfach gesagt, das Coronavirus. Momentan ist Europa ein Brennpunkt der Pandemie und so gut wie alle europäischen Staaten befinden sich im festen Griff des Virus. Die COVID-19 Maßnahmen, die getroffen worden sind, haben keine Äquivalenz in der neueren Geschichte.

Viele fragen sich, wieso ist das überhaupt nötig, wir hatten doch früher mehrmals Infektionskrankheiten? Es gab doch 2009 die Schweinegrippe, die eigentlich viel mehr Personen infiziert hat und niemand hat damals von Ausgangssperren gesprochen, was ist heute anders? Aus welchen Überlegungen kommen all diese Coronavirus-Maßnahmen? Die Antwort darauf ist in Italien zu finden. Eine Erklärung der Umstände. 

COVID-19: warum ist es dieses Mal anders 

Das Besondere am Coronavirus ist, dass es neu ist. Es steht kein Impfstoff zur Verfügung. Es steht auch keine Therapiemöglichkeit zur Verfügung. Die Viren sind extrem ansteckend, die Übertragung erfolgt hauptsächlich durch Tröpfcheninfektion, also beim Sprechen, Niesen oder Husten. Aber das Erstaunliche daran ist, dass sie in der Lage sind auf Oberflächen wie Metall oder Kunststoff bis zu 12 Stunden zu überleben. Das ermöglicht auch eine Schmierinfektion.

Wenn zum Beispiel eine infizierte Person in die Hände niest und danach zum Beispiel den Türknopf in der U-Bahn berührt, bleiben die Viren dort kleben. Die nächste Person, die den Knopf anfasst muss sich theoretisch nur einmal am Gesicht berühren, was wir eigentlich alle ziemlich unbewusst tun, um angesteckt zu werden. Dasselbe gilt auch für alle weiteren Menschen, die den Knopf in den nächsten Stunden berühren. Natürlich muss eine gewisse Anzahl an Viren her, um eine Infektion tatsächlich herbeizuführen. Eine bloße, kurze Berührung reicht also in vielen Fällen nicht aus, um gleich zu erkranken.

Eine weitere gute Nachricht: nur 5 Prozent der Fälle haben einen schweren Verlauf mit COVID-19. Die restlichen 95 Prozent spüren das wie eine ganz normale Grippe. Manche spüren es gar nicht. Aber diese Aussage erscheint ein bisschen irreführend. Denn besagte 5 Prozent müssen in vielen Fällen in eine Intensivstation eingeliefert werden, damit sie bestmögliche Behandlung und weitere Genesungschancen haben.

Es zeigt sich anhand dieser drastischen Aussagen, dass die COVID-19 Maßnahmen durchaus relevant sind um Schlimmeres zu verhindern. Gehen wir im Anschluss näher auf den Ablauf des Virus ein um das volle Ausmaß der Corona-Erkrankung zu erörtern.

SARS-CoV-2 / COVID-19 wird als Pandemie eingestuft
SARS-CoV-2 / COVID-19 wird als Pandemie eingestuft

Das Endziel der Viren ist die Lunge. Sie wandern von der Mundhöhle langsam mithilfe des Speichels und später des Mucus der Luftröhre dorthin. Dann werden die Epithelzellen unserer Bronchien und Alveolen, die kleinen Bestandteile unserer Lunge, befallen. Es kommt dadurch zu einer massiven Entzündung und einer Pneumonie. Wenn es sich dabei um einen alten Patienten handelt, kann das auch fatal sein.

Ein besonderes Risiko gibt es für alte Menschen, die auch an chronischen Erkrankungen leiden und ein geschwächtes Immunsystem haben. Das Lungengewebe kann so stark beschädigt werden, dass es zu einer Lungenfibrose kommt. In dieser Phase ist der Patient oder die Patientin nicht mehr in der Lage alleine zu atmen und ein Beatmungsgerät ist unentbehrlich für sein oder ihr Überleben. Die Anzahl der Beatmungsgeräte, über die unsere Spitäler verfügen, ist aber nicht unbegrenzt. Bei einer so hohen Ansteckungsrate können die 5 Prozent aller Infizierten in der Population die Anzahl der speziell dafür ausgestatteten Plätze massiv überschreiten.

Genau das sollen die von der Regierung getroffenen Regelungen, also sämtliche COVID-19 Maßnahmen verhindern. Sie sind hart, sie sind streng aber sie sind notwendig, weil das Gesundheitssystem in jedem Land ein gewisses Limit hat. Der Fall von Italien zeigt allen von uns was passiert, wenn dieses Limit überschritten wird. Tausende Patienten in einem schweren Zustand, die kaum atmen können, Ärzte, die Tag und Nacht ohne Pause arbeiten, hunderte neue Todesfälle jeden Tag. Wer glaubt, das kann bei uns nicht passieren, der irrt leider. Auch in Deutschland und weiteren europäischen Ländern ist man nicht in 100%-iger Sicherheit. 

Der Kampf gegen die Pandemie

Wenn wir nicht das gleiche Schicksal erleiden wollen, müssen wir die Kurve abflachen und entsprechende Maßnahmen gegen COVID-19 ergreifen. Wir müssen verhindern, dass zigtausende Menschen auf einmal erkranken und Behandlung brauchen. Denn wir können das Virus nicht einfach mit einem Zauberstab stoppen. Wir können aber die Ausbreitung verlangsamen, sodass unser Gesundheitssystem nicht überlastet wird und sich langsam in der Bevölkerung eine Immunität aufbaut.

In diesem Zusammenhang sind ein paar Punkte essentiell. Erstens: Bleiben Sie zu Hause! Diese vier Worte muss man sich auf der Zunge zergehen lassen! Ja, es ist langweilig, ja, es ist schwer, aber das ist das absolut Wichtigste momentan. Die Reduzierung unserer sozialen Kontakte auf ein Minimum bietet uns einen besseren Schutz an als alle Schutzausrüstungen.

Zweitens, nicht jeder hat aber den Luxus home office machen zu können. Trotz der Pandemie, trotz der schwierigen Situation müssen viele immer noch ganz normal jeden Tag in der Früh zur Arbeit fahren. Wer zu dieser Gruppe gehört, muss einiges beachten. Wir geben zu solchen COVID-19 Maßnahmen und den laufenden Neuigkeiten nicht nur in unserem Blog, sondern auch durch regelmäßige Facebook-Meldungen Updates zur aktuellen Lage.

Wie schützt man sich draußen?

Die folgenden Punkte lassen sich nicht nach Wichtigkeit aufreihen – ALLE sind essentiell. Eines worauf inzwischen viele Personen abzielen ist das Zulegen einer guten Atemschutzmaske. Die Betonung liegt auf “gute”, weil nicht jede Maske den gleichen Schutz bietet.

Da muss ein Begriff klar und deutlich verstanden werden, damit es zu keiner Verwirrung kommt, und zwar die Tröpfcheninfektion. Dabei handelt es sich um sehr, sehr kleine Tröpfchen vom Speichel der infizierten Person. Der Durchmesser dieser Tröpfchen liegt im Mikrometerbereich, die beim Sprechen, Lachen, Niesen oder Husten an die Luft gelangen und dann von einer anderen Person eingeatmet werden und im Mund-Rachenraum siedeln. Eine einfache chirurgische Maske ist nicht in der Lage die winzigen Tröpfchen, welche die Viren übertragen, abzufiltrieren. Diese gehen größtenteils problemlos durch die dünne Maske hindurch. Wenn Sie wirklich hohen Schutz haben wollen, empfiehlt sich eine FFP2 oder KN95-Atemschutzmaske

Zweiter Punkt, fassen Sie in den öffentlichen Verkehrsmitteln bzw. in der Öffentlichkeit nichts mit der nackten Hand an, sofern nicht notwendig! Auch das ist eine wichtige Corona-Maßnahme, die sich an sich einfach umsetzen lässt. Handschuhe sind eine Möglichkeit. Eine andere ist zum Beispiel mit dem Ellbogen den Knopf drücken, damit sich die Tür öffnet, da kann jeder Kreativität zeigen. Vergessen Sie nicht, unsere Hände sind nach der Luft der größte Übertragungsfaktor.

In diesem Zusammenhang muss man auch immer darauf aufpassen, beim Begrüßen keine Hände zu schütteln, denn das machen wir auch ziemlich automatisch. Wenn Sie am Arbeitsplatz oder wieder zu Hause sind, UNBEDINGT an erster Stelle die Hände waschen. Fleißig für mindestens zwanzig Sekunden und bis zum Handgelenk. Wasser und Seife entfernen die Viren effektiv. Es ist so simpel, dass es wenig verwunderlich ist, wenn es Politiker und Behörden immer wieder erwähnen, weil es zu trivial wirkt. Aber häufiges Händewaschen ist eine der besten COVID-19 Maßnahmen und sollte daher regelmäßig praktiziert werden.

Zu guter Letzt muss auch der Sicherheitsabstand geachtet werden – mindestens ein Meter, um das Risiko zu minimieren. Das war eine der allerersten COVID-19 Maßnahmen der meisten stark von der Krankheit betroffenen Länder.

Ein bis zwei Meter Sicherheitsabstand halten
Ein bis zwei Meter Sicherheitsabstand halten

Wir sehen was passiert, wenn man das Virus unterschätzt. In einer prosperierenden Region, wie die Lombardei, in einem entwickelten Land in Europa. Nicht in Afrika, nicht in Südamerika, nicht irgendwo am anderen Ende der Welt, sondern hier in Europa. Denken Sie daran, dass diese Maßnahmen nur dann Sinn machen, wenn sich jeder vernünftig daran hält. Die getroffenen COVID-19 Maßnahmen machen Sinn und führen zu einem nachhaltigen Ergebnis gegen das Coronavirus. Gemeinsam ist diese Situation zu meistern. Nur ein Miteinander hat hier Sinn. Oder wie es die 3 Musketiere schon sagten: Einer für alle und alle für einen!

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